Freitag, 30. Dezember 2016

"Stimmen" von Ursula Poznanski - rowohlt e-book


Durchschnittliche Intelligenz und überdurchschnittliches Geltungsbedürfnis bei mangelnden Umgangsformen - keine gute Kombination. Zitat Kindle

Menschen, die wirr vor sich hin murmeln. Sich entblößen, Stimmen hören: Die Psychiatriestation des Klinikums Salzburg-Nord ist auf besonders schwere Fälle spezialisiert. Als einer der Ärzte ermordet in einem Untersuchungsraum aufgefunden wird, müssen die Kommissare Beatrice Kaspary und Florin Wenninger nicht nur das Pflegepersonal und seine Kollegen befragen. Gelingt es ihnen Informationen aus den Patienten herauszulocken? Aus traumatisierten Seelen, die in ihr eigenen Welt leben? Und nach eigenen Regeln spielen...

Kaspary und Wenninger ermitteln, Band 3

Als ich bemerkte das es einen dritten Krimi von Ursula Poznanski gibt wäre ich fast ausgeflippt und singend durchs Zimmer gehüpft, weil ich mich so gefreut habe, Bea und Florin wieder begleiten zu dürfen. Ich habe mir das Buch gleich auf den Kindle heruntergeladen und es fast verschlungen.
Vielen gefällt der Schreibstil von Ursula Poznanski nicht, denn ist er eher einfach gehalten und auch ich muss sagen, schon Bücher mit einem besseren Schreibstil gelesen zu haben, doch bei den Krimis macht es dieses bestimmte Etwas aus. Die eher kurz gehaltenen Aussagen führen nicht zu Langeweile und der Frage, wann denn endlich erneut etwas Spannendes passiert.
Mir gefällt Beatrice als Protagonistin immer noch wahnsinnig gut, denn sie spiegelt nicht unbedingt die Perfektheit in Person wieder. Sie ist einfach menschlich. Sie besitzt eine "harte" Schale und ist eher forsch gegenüber anderen Personen. Sie versucht aber immer für ihre Kinder da zu sein, auch wenn ihre Arbeit dies nicht immer zulässt.
Gefallen hat mir das Buch auch deshalb, da das Leben nicht auf romantische Weise dargestellt ist. Im Besonderen tauchen bei Beatrice familiäre Probleme auf und werden dabei nicht beschönigt. Um zusätzlichen Problemen aus dem Weg zu gehen, will sie auch nicht den Gefühlen nachgeben, die sie offensichtlich für Florin hegt. Das Leben wird in diesem buch einfach such von seinen harten und unschönen Seiten dargestellt.
Ein weiterer Gesichtspunkt ist die Atmosphäre der Psychiatrie. Die psychische Verwirrtheit der Patienten ist meiner Meinung nach sehr gut rüber gekommen. In einer gewissen Weise war es aber doch erschreckend, dies so hautnah mitzuerleben. Zu erfahren, was traumatisierte Patienten durchleben müssen, denn auch wenn die Traumastation frei erfunden ist, war das lesen jeder Seite, welche einen durch die Psychiatrie führte, irgendwie beklemmend.
Ich warte schon gespannt und erwartungsfroh auf den vierten Teil der Krimireihe und kann es gar nicht mehr erwarten wann das Buch an die Öffentlichkeit geht.

Ich gebe 5 von 5 Buchewigkeiten

Eure Ju

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