Mittwoch, 1. Februar 2017

"Feuerrot" von Nina Blazon - Ravensburger Verlag


Hexenwahn und Liebeszauber

Verheerende Unwetter und Missernten haben Magdalenes Familie in Armut gestürzt. Wie gut, dass die Tochter des Schmieds bei dem vornehmen Kaufmannshaus Humpis als Magd Arbeit gefunden hat. Doch als Lucio, ein Kaufmannssohn aus Italien, bei der FAmilie Humpis auftaucht, gerät Magdalene in Gefahr. Der geheimnisumwitterte Gast ist von ihrer Schönheit fasziniert, doch sie weist ihn zurück. Daraufhin zeigt er sie beim Gericht wegen Hexerei an. Hier führt gerade der gefürchtete Inquisitor Heinrich Kramer einen Prozess gegen zwei vermeintliche Hexen aus Ravensburg. 
Jetzt gibt es nur noch einen, der Magdalene vor dem Scheiterhaufen retten kann, der Mann, den sie heimlich liebt. Er schmiedet einen waghalsigen Plan...


Da meine Deutschlehrerin wirklich cool ist, hatte ich die Möglichkeit einer Buchvorstellung von Nina Blazon beizuwohnen. Nina Blazon ist eine Frau deren Wortschatz sehr groß ist und welche auch gegenüber Jugendlichen ihre Sprachgewandtheit verständlich ausnützt.
Trotzdem habe ich schon Bücher mit einem, meiner Meinung nach, besseren Schreibstil gelesen. 
Ich bin sehr interessiert in dem Thema "Hexen". Also einerseits in Hexenverbrennungen und andererseits in dem Können der als "Hexen" Frauen. 
Im Endeffekt fanden all diese Prozesse gegen die "weisen Frauen" nur statt, da die Künste dieser im Widerspruch zum Glauben der Kirche stand. War eine Frau sehr vorlaut musste sie wohl eine Hexe sein, denn immerhin mussten Frauen dem Mann untertan sein. Diesem Glauben vertrat zumindest die Kirche und alle ihre Anhänger somit auch.
Ich finde dieses falsche Getue des Institoris (auch bekannt unter dem Namen Heinrich Kramer, dem Autor des "Hexenhammers", welcher die Meinung vertrat alle "Hexen" aus dem Weg schaffen zu müssen) wird in "Feuerrot" sehr gut dargestellt und erläutert den Betrug der gegenüber den Bürgern stattfand.
Des Öfteren jedoch fand ich, dass die Geschichte zu sehr von Kitsch trieft. Häufig fand ich auch das Buch unlogisch, denn manche Vorhaben klappen meiner Meinung nach zu geschliffen um echt zu sein. Möglicherweise liegt auch mein Einschätzungsgefühl falsch, immerhin habe ich nicht im Mittelalter gelebt um dies bestätigen oder widerrufen zu können, mir kam das Buch trotzdem nicht immer glaubwürdig vor.

Ich gebe 3 von 5 Buchewigkeiten

Eure Ju

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