Mittwoch, 1. Februar 2017

"Herr G." von Alan Lightman - Quadriga Verlag


Soweit ich mich erinnern kann, war ich gerade von einem Nickerchen aufgewacht, als ich beschloss, das Universum zu schaffen. Zitat S. 7

Mit seiner zänkischen Tante Penelope und seinem rührseligen Onkel Deva lebt Herr G. in seinem großen Vakuum. Aus einem Schläfchen erwacht, beschließt er eines Tages, Zeit, Raum und Materie zu erschaffen. Dann kommen Sterne, Planeten, Bewusstsein und schließlich intelligente Wesen mut moralischen Dilemmata an die Reihe. 
Herr G. ist allmächtig, aber nicht allwissend, und im Schöpfungsprozess entdeckt er, dass selbst durchdachte Pläne auf Widerstände stoßen können; vor allem Belhor macht ihm zu schaffen, ein brillanter, hinterhältiger Konkurrent, der die Notwendigkeit des Bösen durchsetzten zu trachtet...


Als ich vor zwei Jahren schon einmal dieses Buch begonnen habe kam mir Gott immer wie ein kleiner Junge vor, der die Kraft hat Dinge zu schaffen. 
Jetzt war Gott für mich wie ein Mann undefinierbaren Alters. Hin und wieder hatte er für mich seinen eigenen Kopf wie ein Kind, dann jedoch war es, als würde ich ihn vor mir sehen wie er sich den Kopf über philosophische Gedanken zermartern. 
Da ich ein sehr großer Fan der Philosophie bin und mir gerne den Kopf über die Entstehung des Universums oder den Menschen mit seinen verschiedenen Meinungen zerbreche, war dieses Buch wirklich wie geschaffen für mich.
Interessant zu lesen fand ich diese Verknüpfung zwischen Philosophie und Naturwissenschaft. Eine Mischung aus dem Wissen das wir besitzen und der eigenen Meinung und Denkweise.
Am besten hat mir Belhor von den Charakteren her gefallen, denn konnte ich seine Meinung am ehesten vertreten. Für mich jedoch war er nie das Böse, irgendwie nimmt er eine geheimnisvolle Rolle ein. Er war für mich bis zum Schluss hin ein Geschöpf des Schattens, also nicht unbedingt gut, aber auch nicht durch und durch böse.
Für mich war es in dem Buch am schwierigsten, mir das Nichts vorstellen. Es mag merkwürdig klingen, immerhin ist es nichts...doch wenn es das Nichts nichts ist, muss es doch etwas sein um Nichts sein zu können?! Hiermit wären wir wieder bei der Philosophie, die ich so liebe, und bei der die Gedankengänge kein Ende nehmen.
Dieses Buch ist für jeden etwas, der gerne über Gott, die Welt und andere philosophische Dinge Überlegungen anstellt.

Ich gebe 5 von 5 Buchewigkeiten

Eure Ju

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