Mittwoch, 12. April 2017

{Gedicht} Eine Welt unter der Bettdecke

Ich liebe es meine Gefühle oder meinen Zustand oder Sonstiges in Worten zu Papier zu bringen und meinst ist es am einfachsten für mich dies in ein Gedicht umzuformen. Der Gedanke an die Nächte die ich heimlich lesend unter der Bettdecke verbringe hat mir die Idee zu diesem Gedicht hier gegeben.

Eine Welt unter der Bettdecke

Schummriges Licht erleuchtet die Decke 
eine glänzende Lampe beleuchtet die fasrigen Buchseiten, welche sich fein unter den    Fingern anfühlen
erhellt werden die schwarzen Linien, die sich zu Buchstaben entwickeln
beschienen die zarten Verschlingungen, welche die form von Wörtern annehmen
die düstere Beleuchtung lässt Sätze erkennen
eine Geschichte wird in dem gedämmten Licht erzählt
Eine Welt unter der Bettdecke

Gesättigt ist die Luft um das Mädchen herum 
sie saugt sich mit Wörtern voll
voll mit literarischen Wörterwelten senkt sie sich herunter und erschwert das Luftholen
erhitzt ist der Sauerstoff durch den Atem des Mädchens
die Taschenlampe wirft dunkle Schatten in das porzellanfarbene Gesicht
Schweißperlen bilden sich auf seine Stirn in dem gedämmten Raum
Eine Welt unter der Bettdecke

Ihre Augen werden niedergerungen
die Traumwelt will über das Mädchen siegen
erbittert hält es dagegen
mit eisernem Willen ficht es die Müdigkeit an
rot ziehen sich die feinen Adern durch seine Augen
bei einem Gähnen entblößt es seine kleinen, strahlendweißen Zähne 
Eine Welt unter der Bettdecke

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen