Donnerstag, 6. April 2017

{Rezension} "Extra - Wer kennt dein Gesicht"













Titel: Extra - Wer kennt dein Gesicht
Originaltitel: Extras
Autor: Sott Westerfeld
Verlag: Carlsen
Seiten: 432



Band vier der spannenden Uglie-Pretty-Special-Serie

Inhalt

Keine Extra mehr sein! Das ist es, was sich Aya am Meisten wünscht. Endlich zu denen gehören, die jeder kennt, denn in Ayas Welt bedeutet Bekanntheit alles. Schließlich gibt es, seit die Rebellin Tally das Special-Regime gestürzt hat, eine neue Ordnung. Nicht mehr Schönheit entscheidet über ein glückliches, unbeschwertes Leben, sondern Ruhm.
Als Aya zufällig eine Clique aufspürt, die nachts verbotene Aktionen durchzieht, glaubt sie einen Weg ins Rampenlicht gefunden zu haben. Aber die "Schlauen Mädchen" misstrauen ihr. Und sie verbergen etwas, eine Entdeckung, die die schöne neue Welt - und Ayas Leben - für immer verändern könnte!

Meine Meinung:


Leider klingt der Klappentext vielversprechender als das endgültige Buch. 
Es ist eigentlich eine ganz neue Geschichte, auf die ich auch verzichten hätte können.
Vor allem am Anfang gibt es vieles, das den vorhergehenden Teilen, insbesondere dem ersten Band, sehr ähnelt. Parallelen werden aufgewiesen und nehmen so einen Großteil der Spannung. So zum Beispiel hat, wie Tally in den Büchern zuvor, Aya ein Ziel, dessen Verwirklichung sie auf jeden Fall anstrebt. Also konnte ich mir ungefähr ausmale, welches Ende dieses Buch nehmen würde und wurde dementsprechend überrascht, das heißt so ziemlich gar nicht...
In diesem Buch herrscht nicht das Ideal der Ästhetik vor, sondern Berühmtheit. Also spiegelt auch dieser Band einen Teil unserer Gesellschaft dar. Das Buch beschreibt, was das Streben von Aya in der Öffentlichkeit zu stehen. Mit verschiedenen Videos oder Organisationen versuchten die Menschen einen höheren Rang in der Gesellschaft anzunehmen. Deshalb finde ich das Detail, dass das asiatische Mädchen auf dem Cover Kameralinsen als Augen hat, ganz gut. 
Für mich ist jedoch etwas unlogisch, wie sie in dem Buch innerhalb von drei Jahren ein ganzes System umstellen wollen...vielleicht schätze ich das auch falsch ein, aber ich hätte gesagt, um von einer Gesellschaft, die bloß auf Perfektion bezüglich des Aussehens aus ist, eine Gemeinschaft zu schaffen, in der das eigene Gesichtsranking die größte Rolle spielt, man länger braucht.
Aya Fuse entdeckt dann die "Schauen Mädchen" durch deren Aktionen sie an Publizität gewinnen will. Als Freundin schleust sie sich bei ihnen ein, um die "Schlauen Mädchen" heimlich auf Schritt und Tritt bei ihren Machenschaften zu filmen. Dabei ist ihr ihre Kamera Moggle zu Hilfe. Doch will die Gruppe der, sich nach einem Adrenalinkick sehnenden Mächen nicht im Rampenlicht stehen um geblendet zu werden und das würden sie, wenn Aya diese Geschichte loskickte. Das heißt, wenn Aya die Aktionen der "Schlauen Mädchen" veröffentlicht, diese auch im Ansehen steigen und so bei ihren Tätigkeiten für Nervenkitzel auch verhindert werden. Hier wird mir Aya schon richtig unsympathisch, denn würde sie ihre Freundinnen verraten, nur um in der Öffentlichkeit zu stehen und berühmt zu werden. Auch im Rest des Buches ist sie immer darauf aus eine Berühmtheit zu werden, so wie Tally in dem ersten Band unbedingt die Schönheit anstrebte.
Wie auch der Beginn gleicht das Ende seinen Vorgängern. Der Schluss entspricht fast dem von "Special" und somit verlor das Buch rasch an Interesse für mich. Des Öfteren konnte Spannung aufgebaut werden, doch zog sich diese dann nicht durch, sondern sank ab in Vorhersehbarkeit.
Etwas anregender wir es jedoch, als Tally in das Leben von Aya tritt. Wo Tally in den ersten drei Teilen für mich noch eher naiv gewirkt hat, strahlte sie hier auf gewisse Weise Erlebnisse aus. Was heißen soll, dass sie einen reiferen Einruck erwirkt und die Last vieler Geschehnisse versucht sie zu erdrücken. Die Stärke, die sie entwickelt hat, kann ihr niemand nehmen, nicht so wie die Bekanntheit von Aya und den anderen Bewohnern.

Fazit:

Eine gute Idee, doch ähnelt dieses Buch einfach zu sehr seinen Vorgängern und hält somit keine Überraschungen bereit. Darum vergebe ich 2 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

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