Donnerstag, 6. April 2017

{Rezension} "Special - Zeig dein Wahres Gesicht"












Titel: Spezial - Zeig dein wahres Gesicht
Originaltitel: Specials
Autor: Scott Westerfeld
Verlag: Carlsen
Seiten: 384


Band drei der spannenden Ugly-Pretty-Special-Serie

Inhalt

Tally war immer schon alles andere als durchschnittlich, doch eine Operation hat sie endgültig zu etwas Besonderem gemacht. Jetzt ist sie beängstigend schön, gefährlich stark, atemberaubend schnell - genau das, was sie in ihrem alten Leben fürchtete: eine Special, dazu geschaffen, die Uglies und Pretties unter Kontrolle zu halten. 
Als Rebellen aus Smoke in der Stadt auftauchen und ihre gefährlichen Ideen verbreiten, erhält Tally Gelegenheit, ihre Loyalität zu beweisen. Sie soll den neuen Unterschlupf der Smokies aufspüren und der Sache so ein Ende setzen. Tally ist bereit, doch ihr Weg durch die Wildnis steckt voller Überraschungen - und voller Erinnerungen. Denn einst war sie selbst eine Smokey.

Meine Meinung

Das Cover ist, wie das des zweiten Bandes, nicht passend. Denn sollten Specials Eisigkeit und Stärke verlauten und schon alleine ihr Aussehen soll Angst verbreiten. Das ist jedoch bei dieser Abbildung nicht der Fall. Tally sieht hier bloß aus wie eine etwas rebellische Jugendliche, die ihren Eltern eins auswischen will, indem sie sich schwarz kleidet und im Gesicht tattoowieren lässt um noch aufsässiger zu wirken.
Mich konnte der dritte Band im Endeffekt aber am Meisten überzeugen. Denn finde ich Tallys Sichtweise als Schlitzerin genial und mitreißend. Ihr Charakter verändert sich durch die OP zur Special, ihre grundlegenden Charakterzüge jedoch bleiben gleich. 
Ich finde das Einbringen der Schlitzer überhaupt sehr gut, denn beziehen sie sich auf die Ritzer der heutigen Zeit, die sich Schmerz zufügen um sich selbst wieder zu spüren. um "eisig" zu bleiben ritzen sie sich oder durchleben aufreibende Aktionen.
Auch die Sicht, welche Tally gegenüber Pretties und Uglies entwickelt hat, ist interessant. Die Pretties werden bloß als unterbelichtet dargestellt und die Uglies nehmen eine beklagenswürdige Rolle ein. Denn bekanntermaßen stehen die Specials über allen anderen.
Tally ist mir sehr oft unsympathisch erschienen in diesem Teil. Sie handelt durch und durch aus den Instinkten einer Special heraus und verhält sich meist ziemlich überheblich. Die Schwäche von Zane erregt Übelkeit in ihr und sein Zittern überschwemmt sie mit Ekel.
Wie aber auch in den Büchern zuvor schafft sie es ihr operiertes Denken zu durchbrechen um zu erkennen wie falsch diese Denkweise eigentlich ist. Sie versucht sich ihrer selbst wieder gewahr zu werden und zu identifizieren, wer sie denn nun eigentlich war, denn immer wieder wurde sie gegen ihren Willen durch Operationen umgepolt. Gibt es die alte Tally überhaupt noch? Oder wurde sie zu oft wie eine Porzellanvase zerbrochen um dann wieder zusammengesetzt zu werden?
Tallys Freundschaft zu Shay ist jedoch etwas schleierhaft für mich...es heißt zwar, dass gute Freunde durch dick und dünn gehen, doch bei den beiden ist dies in extremst Form und immer wieder fügen sie sich geistig Schmerzen zu um sich später dann wieder anzufreunden. Dies ist mir etwas schleierhaft, denn auch wenn ich dafür bin, dass Freundinnen immer füreinander da sein sollten, egal wie schlimm die Situation ist und auch nach einem Streit wieder zueinander finden sollten, ist das hier nach so viel Problemen etwas unrealistisch für mich.
Ich empfand den Schreibstil als ganz okay, doch gab es für mich zu viele Wiederholungen. Manchmal fehlen mir auch die ausführlichen Beschreibungen um mir verschiedene, unbekannte Dinge besser vorstellen zu können. Denn ist dies eine ziemlich fremde Welt und neue technische Entwicklungen liegen vor, sodass man einfach Erläuterungen benötigt um sich besser zurecht zu finden.
Ich finde es gut, dass nicht immer alles positiv ist in diesem Buch, und auch düstere Stimmung ihren Platz findet, sowie auch Tränen vergossen werden können. Toll war auch Tallys epischer Abgang zum Schluss...doch erläutere ich dies nicht genauer um nicht zu spoilern...

Fazit

Ein wirklich guter Abschluss dieser Trilogie, der wie auch seine Vorgänger ein paar Schwächen aufweist, aber dank seiner spannenden Handlung flüssig zu lesen ist.
Deshalb vergebe ich 4 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

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