Freitag, 19. Mai 2017

{Rezension} "Die Insel der besonderen Kinder"













Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Originaltitel: Miss Peregine's Home for Peculiar Children
Autor: Ransom Riggs
Verlag: Knaur
Seiten: 416

Inhalt

Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Aber was Jacob von seinem Opa hörte, war etwas ganz anderes: Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben, und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind.
Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in deiner Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real - und sie sind ihm gefolgt...

Meine Meinung

Ich hätte sehr gut auf die Fotos verzichten können, die beigefügt wurden, denn wären mir ausführlichere Beschreibungen lieber gewesen, als diese Schranken meiner Imaginationskraft. Ich finde überhaupt, dass es etwas an detaillierter Schilderung bezüglich der Charaktere gemangelt hat. Mir haben die Ideen zu den verschiedenen Kräften und Besonderheiten sehr zugesagt und sie konnten mich wirklich begeistern, doch hat es mir an einer genaueren Ausführung gefehlt. Ich glaube aus dieser wunderbaren Idee hätte man noch viel mehr rausholen können.
Schlimm fand ich, dass Jacob als geistig-nicht-ganz-auf-der-richtigen-Spur dargestellt wird. Denn niemand will ihm Glauben schenken, als er erzählt, dass sein Großvater von einem tentakeligen, menschenähnlichen Wesen umgebracht wurde. Es wird als eine Art Trauma abgestempelt, denn immerhin stand er seinem Opa ziemlich nahe und musste zusehen wie dieser sein Leben aushauchte, blablabla, bis Jacob das auch selbst fast glaubt. Dabei war schockierend, dass ihm so lange eingetrichtert wird, dass er das nicht gesehen haben kann, bis er das eigentlich akzeptieren muss.
Ein Brief von seinem Großvater weckt in Jacob das Verlangen, herauszufinden, wie viel Wahrheit in den Märchen steckt, welche sein Opa pflegte zu erzählen. Mit seinem Vater reist er nach Zusage seines Therapeuten auf eine Insel, die in den Erzählungen seines Großvaters immer eine große Rolle spielten. Dort triff er durch nicht besonders angenehme Umstände auf ein Mädchen namens Emma und sein Leben wendet sich in eine Richtung, die Jacob nicht hätte vorhersehen können...
Mich hat die Geschichte sehr gefallen und für mich war es auch kein großes Problem, dass die Aktion erst ziemlich spät kam, denn glaube ich, dass es einfach einen weiten Aufbau von Spannung braucht, der hoffentlich in den folgenden Bänden weitergeführt wird und sich noch ausweitet. Für manch andere mag das Buch jedoch nicht so lesenswert erscheinen, da es erst wirklich zum Schluss spannend ist und etwas mitreißender wird und hätten deshalb das Buch wahrscheinlich schon weggelegt, doch was täten wir auf der Welt, wenn alle am Gleichen Gefallen finden würden? :)
Der Schreibstil war meinem Empfinden nach sehr angenehm zu lesen und hat diese geheimnisvolle Stimmung unterstrichen.

Fazit

Eine wundervolle, fantastische Idee, die jedoch etwas mehr hätte ausgearbeitet werden können. Ein sehr flüssiger Schreibstil, der mir ein bisschen zu wenig Schilderungen bezüglich der verschiedenen Charaktere liefert.
Von mir gibt es 3,5 von 5 Buchewigkeiten, die für ein lesenswertes Buch mit ein paar Mängeln sprechen.


Eure Ju

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