Freitag, 19. Mai 2017

{Rezension} "Touch of Flames - Vom Feuer berührt"














Titel: Touch of Flames - Vom Feuer berührt
Autorin: Mariella Heyd
Verlag: Forever
Seiten: 240

Inhalt

Als würde es nicht schon reichen, dass ihre Familie aus Bosten in eine Geistervilla mitten im Nirgendwo zieht, weiß bald auch jeder, dass Gwens Vater als Dämonologe arbeitet. Ihr Ruf an der neuen Schule ist ruiniert. Ohne ihren einzigen Freund Harry würde sie sicher verzweifeln - und dann ist da auch noch dieser Außenseiter, der von allen "Feuerteufel" genannt wird und der ihr einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Sebastian ist gutaussehend und gibt sich gar nicht erst Mühe, seine dunkle Vergangenheit zu verbergen. Es scheint, als spiele Gwen sprichwörtlich mit dem Feuer.

Meine Meinung

Ich muss mich wieder einmal herzlichst bedanken, für den Gewinn dieses Buches auf Lovely Books. <3
Das Cover ist meines Erachtens wirklich wunderschön. Es wirkt, als bestünde es aus lauter Lichtreflexen und irgendwie erzeugt dies etwas Flüchtiges. Und inmitten dieser Flüchtigkeit stehen die Silhouetten, die Feuer in sich tragen. Schade finde ich bloß, dass sich der Titel über diese Schatten der beiden Teenager zieht. 
Gwen war mir sehr schnell sympatisch, denn setzt sie sich für ihren Bruder ein und versucht alles Unheil von ihm abzuhalten. Da man über Gwen am meisten erfährt, fiel es mir auch ziemlich leicht, mich in sie hineinzuversetzen, auch wenn ich nicht all ihre Entscheidungen ganz nachvollziehen konnte. 
Als Außenseiterin ist ihr Leben wirklich kein Zuckerschlecken. Zuerst muss sie Bosten und ihre Freunde verlassen, dann der Tatsache stellen, wieder einmal die Neue zu sein. In der Schule hat sie es schon zu Beginn nicht einfach, denn wohnt sie in dieser Geistervilla, in der vor etlichen Jahren ein Mord stattfand. Und dass ihre Mitschülerinnen und -schüler erfahren, dass ihre Mutter Psychologin ist, macht das alles auch nicht leichter. Und das Tüpfelchen auf dem i ihres Unglücks ist, als auch der Job ihres Vaters nicht lange ein Geheimnis bleibt und sie zum Gespött der ganzen Klasse wird. Dass sie immer versucht, das an sich abperlen und sich nichts anmerken zu lassen, hat dazu beigetragen, dass ich sie noch mehr mochte.
Sebastian, neben Gwen der wichtigste Protagonist, nimmt schon zu Beginn eine sehr geheimnisvolle Rolle ein und die Tatsache, dass er sein Elternhaus abgefackelt hat, deutet auf ihn, wie ein blinkendes Leuchtschild. Aber trotz der Vorurteile, die sich um ihn ranken, kann Gwen nicht anders, als ihre Gedanken um ihn kreisen zu lassen. Sein Bad-Boy-Charme ist meines Empfindens nach nicht so ausgelutscht, wie der vieler anderer Romane, sondern gibt dem Buch einen eigenen Touch. Ich denke, dass er sich sehr stark während des Buches verändert, denn wo er zu Beginn des Buches mysteriös wirkt, ist er am Ende fast wie ein offenes Buch, denn all seine Geheimnisse nehmen zum Schluss Kontur an und werden gelüftet.
Die restlichen Charaktere bleiben den Großteil des Buches aber eher flach und man erfährt sehr wenig über zum Beispiel Harry oder die Eltern von Gwen. Der Klappentext lässt vermuten, dass Gwens Vater und sein Job als Dämonologe eine größere Rolle spielen, dem ist leider nicht so. Auch wenn mich das nicht sonderlich gestört hat, hätte es etwas mehr Würze in das Buch bekommen können.
Für mich war ein wenig zu viel Drama und Feindseligkeit, anstatt von einem Spiel mit dem Feuer. Ich finde, hier hätte etwas mehr Spannung aufgebaut werden können.
Der angenehme und flüssige Schreibstil von Mariella Heyd erzeugt einen guten und einfachen Einstieg in die Geschichte und trägt einen wie auf Händen durch den Rest des Buches. Das einzige, was mich hierbei gestört hat, war, dass die Ausdrucksweise oder das Verhalten verschiedener Personen nicht für ihr Alter sprach, sondern meist einfach zu kindlich waren. Zum Beispiel Gwens Bruder Wilson hat für mich sofort den Anschein eines Achtjährigen erweckt, der Gedanke, dass er zwölf ist, konnte sich bei mir deshalb nicht einstellen.

Fazit

Ein kurzer Roman für zwischendurch, dessen Schreibstil einen durch die Seiten gleiten lässt. Für mich teilweise etwas zu viel Drama und ein Buch, das noch Ausbaufähigkeit aufweist.
Von mir gibt es 3 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

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