Freitag, 23. Juni 2017

{Rezension} "Die Bestimmung des Bösen"














Titel: Die Bestimmung des Bösen
Autorin: Julia Corbin
Verlag: Diana
Seiten: 416

Die Biologie des Todes.

Inhalt

"Schließ die Augen und zähl bis hundert."
Dies sind die letzten Worte, die Alexis von ihrem Vater hört. Kurz darauf sind ihre Eltern tot, und das kleine Mädchen bleibt als Weise zurück, verfolgt von traumatischen Erinnerungen...

Meine Meinung

Zu aller erst muss ich mich bei Julia Corbin bedanken, dass ich dieses Buch zum Lesen bereit gestellt bekommen habe!
Die Protagonistin Alexis hat eine dunkle Vergangenheit. Am liebsten würde sie die vergangenen Geschehnisse in die dunkelste Ecke des Vergessens schicken, aber leider kann sie nichts dagegen tun, dass der aktuelle Fall diese Erlebnisse erneut hochkommen lässt. Ich konnte mich überaus gut in Alexis hineinversetzen. Ein Wort, das sie meiner Meinung nach prägt, ist Stärke. Alexis ist darauf bedacht, niemanden mit ihren Problemen zu belasten und kümmert sich selbst darum. Außerdem legt sie viel Wert auf Privatsphäre. Die Sorge, andere könnten sie verlassen, wenn sie etwas von ihrer Vergangenheit und ihrer Herkunft preisgibt ist sehr groß und plagt sie häufig. Julia Corbin hat Alexis wirklich Tiefe verliehen und somit auch dem Buch.
Inwiefern haben die toten Frauen etwas mit Alexis' Vergangenheit zu tun? Haben sie überhaupt etwas damit gemein, oder sind das bloß Hirngespinste von Alexis?
Dieses Buch hat all meine Überlegungen, mich beim FBI, CIA, Quanico, etc. anzumelden, zerstört. Durch immer neue Fragen, die auftauchen, oder falsche Spuren wird man an der Nase herum geführt. Man meint eine Antwort gefunden zu haben, nur, damit diese am Schluss zunichte gemacht wird. Man stellt die durchgeknalltesten Vermutungen an, verwirft sie, erstellt noch verrücktere. Man ist die ganze Zeit dabei, sich Gedanken zu machen und somit total bei der Sache.
Die ausführlichen, wissenschaftlichen Erklärungen bei den forensischen Untersuchungen lassen erkennen, dass Julia Corbin Biologie studiert hat und keine absolute Laiin auf diesem Gebiet ist, die so tut, als würde sie sich auskennen. Detailliert werden die Autopsien geschildert sowie auch die verschiedenen Käfer, Maden und Spinnen. In diesen Abteilen der Geschichte steht die Biologin Karen, Alexis' beste Freundin, im Vordergrund. Karen kommt mit ihrer Begeisterung für Ungeziefer und Krabbeltierchen mag etwas eigen rüberkommen, wenn man diese Faszination nicht teilt, aber diese Kuriosität macht sie für mich sympatisch. Ein Grund für die Sympathie Karen gegenüber könnte auch meine Liebe zu Spinnen sein, die für wenige verständlich ist. (Aber Spinnen sind bemerkenswert mit ihren acht Augen und Beinen und den bewundernswerten Netzen, die sie bilden.) 
Die kurzen Kapitel bewirken, dass es den Anschein hat, man lese schneller. Der Schreibstil generell lässt einen wie im Rausch durch das Buch gleiten. Schnelles Lesen verursacht auch der Spannungsbogen, welcher sich bis zum Ende hin immer mehr aufbaut.
Ich bin äußerst gespannt, welchen Fall Alexis mit ihrem Team im nächsten Teil zu behandeln hat.

Fazit

Ein Thriller, der einen mit genauer Schilderung der Biologie für sich gewinnt.
Daher vergebe ich 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

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