Montag, 5. Juni 2017

{Rezension} "Erdbeeren im Sommer"














Titel: Erdbeeren im Sommer
Autorin: Anja Saskia Beyer
Verlag: Tinte & Feder
Seiten: 300

Inhalt

Enttäuscht und mit Wut im Bauch sitzen Luisa und Mona in ihrem VW-Bus auf dem Weg nach Süditalien. Nach einem missglückten Heiratsantrag und einem handfesten Ehekrach brauchen die beiden Freundinnen dringend einen Ortswechsel. Und da bieten sich Tante Giulias idyllischer Erdbeerhof und das kleine mediterrane Ristorante geradezu an. Was die beiden dort erwartet ist allerdings weit mehr als schmackhafte Erdbeeren und italienischer Küche: Luisa wird ihre alte Jugendliebe Matteo wiedertreffen und auf ein Geheimnis stoßen, das sich um ein außergewöhnliches Kochbuch rankt. Als Tante Giulia überraschend abreist, sind Luisa und Mona gezwungen, tief in die Familiengeschichte einzutauchen, die sie bis in die turbulenten 50er Jahre zurückführt. Die Ereignisse von damals werden Luisas Leben verändern - auf eine Weise, wie sie es nie für möglich gehalten hätte.

Meine Meinung

Ein herzliches Danke an Anja Saskia Beyer für das Bereitstellen dieses Buches!
Das Cover hat mir gleich Hunger beschert und deshalb habe ich mich gleich an das Buch rangemacht und es vernascht.
Mit einem sehr leichten Schreibstil wird man im Nu nach Italien mitgenommen. Genießt das sommerliche, lebendige Flair. Sofort hat mich Fernweh gepackt und ich habe mich nach saftig süßen Erdbeeren gesehnt.
Die beiden Freundinnen brauchen einfach etwas Abstand von dem Leben in Deutschland. Luisa muss sich von der Enttäuschung ihres missglückten Heiratsantrages erholen und auch das Leben von Mona scheint nicht so fröhlich, wie von Luisa angenommen. 
Doch die Ruhe, sich in der Sonne vollkommen zu entspannen, haben Luisa und Mona nicht wirklich, denn die Tante bürdet ihnen mit ihrem Verschwinden jede Menge Arbeit auf. Das Ristorante führen und mediterrane Speisen kochen. Sich um einen amerikanischen Gast kümmern und ihn verwöhnen. Die Erdbeeren pflücken und mehr als fünf Duzend Erdbeertörtchen backen, deren Rezept sie nicht haben. Da fällt es nicht leicht, sich voll und ganz zu erholen und das Leben in Deutschland für kurze Zeit zu vergessen.
Außerdem wird Luisa von der Frage geplagt, wohin und warum ihre Großmutter abgehauen ist. Auch der amerikanische Gast Nick entwickelt ein zu Beginn unbegründetes Interesse an der alten Frau. Inwiefern hat er seine Finger im Spiel? Was will er von Giulia?
Und Matteo macht es Luisa auch nicht einfacher mit den Gefühlen, die er scheinbar noch für sie hegt. Noch mehr Zweifel kommen dadurch bei ihr auf: Liebt sie ihn nicht vielleicht doch noch? Hat sie damals einen Fehler gemacht, als sie ihn verlassen hat? Kann noch etwas aus ihr und Tom, dem Mann, dem sie einen Heiratsantrag gemacht hat, werden? Oder sollte sie einer Beziehung mit Matteo eine Chance geben?
Luisa und Mona waren mir sofort sympathisch und ich fand es toll, dass sie einfach so mit dem Auto weggefahren sind. Es ist zwar auf langfristige Zeit nicht gut, vor den eigenen Problemen davon zu laufen, aber zur Beruhigung ist so ein Trip nach Italien sicher nicht schlecht. :)
Besonders gefallen haben mir die Szenen aus den 50er Jahren. Denn spiegeln diese die Situation im Krieg wider. Aber nicht nur Armut und Hunger spielen hier eine Rolle, sondern auch Liebe, Freundschaft und Hilfsbereitschaft
Da ich kein so großer Fan von Romanen bin, hat mir der klischeehafte Schluss nicht so zugesagt. Ich wäre froh darüber gewesen, wenn am Ende mehr Herzen gebrochen wären und es nicht das Klischee eines Romanes gewesen wäre.

Fazit

Ein kurzer, leichter Roman, der Sommergefühle weckt und Guster auf Erdbeeren und Italien macht.
Daher gibt es von mir 4 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

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