{Rezension} „Tage wie Türkis“


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Titel: Tage wie Türkis
Autorin: Jennifer Hilgert
Verlag: BoD
Seiten: 144

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Inhalt

Tage wie Türkis schmecken nach Pfefferminze und Lakritz. Sie atmen Widerstand ein und Freundschaft aus.
Ungeplant begegnet Amy ihrer Vergangenheit. Mit einem gewaltigen Gedankenguss bahnt sich allerhand Ballast aus achtzehn Jahren seinen Weg in ihre Gegenwart, ungeordnet und
Doch fein säuberlich dokumentiert in ihrem alten Tagebuch May.
Seit sie die erste Seite aufgeschlagen hat, spinnen nicht enden wollende Fragen ein Netz aus Vergangenheit und Zukunft in ihren Gedanken. Was macht das Glück in den Momenten, in denen man es am allerwenigsten hat? Wie wird man überhaupt glücklich?
Und wo sind sie hin, die Tage, wie Türkis?
Ein innerer Kampf beginnt, in dem sie die Gelegenheit erhält, ihre Geschichte zu verarbeiten und ihre Zukunft zu verändern.

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Meine Meinung

Ich will zurest einmal meinen Dank Jennifer Hilgert gegenüber aussprechen, dass sie mir dieses Buch zugestellt hat.
Der Reichtum an Metaphern und Vergleichen gestaltet das Lesen überaus bildhaft und man muss sich als Leser somit nicht zu irgendwelchen Anstrengungen nötigen, um farbenprächtige Bilder im Geiste zu produzieren.
Jedes einzelne Kapitel wirft einem einen Brocken vor die Füße, über den man nachdenken muss, oder eher darf. Nicht anderes soll man aber von einer philosophischen Novelle wie dieser erwarten. Es ist immer einiges zum Aufnehmen und Jennifers Worte liegen einem im Magen, aber nicht schwer, sondern Hoffnung bringend.
Nicht dazu im Stande aufzuhören habe ich bis in die Morgenstunden gelesen, weil sich mein Kopf einfach nicht abschalten wollte.
Man findet in diesem Buch jedoch nicht wie in so vielen anderen das Motto „Glück kommt von allein. Sei so faul wie immer und es passiert nichts Schlimmes.“, sondern hier wird einem vielmehr weisgemacht, dass man kämpfen muss um glücklich zu sein.
Diese Message verbreitend verliert das Buch aber nicht die Tatsache aus den Augen, dass die Realität scheiße sein kann und einem das Leben häufig nicht vereinfacht, eher das Gegenteil.
Jennifer Hilgert malt einem keine rosarote Brille, durch die man blicken soll. Sie führt bloß einen Weg auf, der anspornt und mit Amüsment und Zuversicht gespickt ist.
„Tage wie Türkis“ regt an sich über Themen wie den Moment, die Vergangenheit, Depression oder Einsamkeit den Kopf zu zerbrechen und mit den Gedanken in tiefere Gewässer zu tauchen.
Dieses Buch kann man schwer in Worte fassen, da die Nachrichten, die es verbreitet, so mächtig und wirkungsvoll sind. Vielmehr sollte man sich auf dieses Buch einlassen und selbst in Tagen wie Türkies versinken.

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Fazit

Obwohl, oder gerade weil es die Gedanken im Kopf nur so kreisen lässt, macht es mich sprachlos.
Mit Freuden vergebe ich 5 von 5 Buchewigkeiten.

Eure Ju

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